Autor: Sandra Niedermeier

Empfehlenswerte Bildungsblogs, Seiten und mehr 2019

Der Bildungsmarkt ist voll von Blogs, Newslettern und Twitteraccounts. Gar nicht so leicht den Überblick zu behalten oder gar herauszufiltern, was momentan rund um digitale Medien interessant ist, welche Studie neu und lesenswert, welche politischen Ideen kritisiert werden und welche didaktischen und methodischen Trends aktuell kursieren.

Tools zum Filtern werden immer wichtiger

Selbstverständlich helfen mittlerweile Tools dabei, Inhalte zu filtern und zu sortieren. Bereits als lesenswert Empfundenes kann so einfach zusammengestellt werden bzw. beim kuratieren (zb. über RSS Leser wie Feedly) unterstützen. Das Führen von Hashtaglisten filtert ebenso Inhalte vor. Pinnwände, wie Padlet, schaffen Übersicht.

Die Art der Seiten, auf denen sich die Inhalte verbergen, ist variantenreicher geworden. Manchmal sind es Blogs. Manchmal Suchportale oder einfach Methodenkoffer. Viele Angebote gehen mittlerweile ineinander über.

Die großen Player und die Spezifischen Seiten

Seit Langem gibt es auch die “großen Player” in der Bildung, an deren Newsletter man kaum vorbeikommt. Sie informieren über aktuelle Veranstaltungen, Calls oder allgemeine Neuigkeiten. Hier zu nennen sind die Seiten und Portale, die bereits lange auf dem Bildungsmarkt agieren, wie der deutsche Bildungsserver, die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de), eTeaching.org, Checkpoint Elearning und viele andere.

Zu Ihnen gesellen sich aber ohne weiteres interessante, sich stärker spezifizierende Seiten. Zum Beispiel speziell auf digitale Bildung ausgerichtet, wie das Netzwerk digitale Bildung. Seiten die sich mit OER (Open Educational Resources) beschäftigen sind aktuell auch stark im Kommen, wie beispielsweise OERinfo oder OERhörnchen.

Die Anzahl steigt

Hinzukommen zahlreiche Seiten, Blogs und Twitteraccounts von Verlagen, Ministerien, Hochschulen, Netzwerken und Vereinen. Die Anzahl steigt stetig. Das ist natürlich für die Bildung im Allgemeinen als positiv anzusehen, da der Themenbereich auf diese Weise viel Aufmerksamkeit bekommt. Für den Einzelnen bleibt die Fülle an Möglichkeiten aber oft ein Fragezeichen: was möchte ich mir ansehen, was interessiert mich und wo finde ich es (mal abgesehen von weiteren Fragestellungen: ist die Seite qualitativ hochwertig, gut recherchiert, Quellen angegeben etc.).

Unsere aktuellen Empfehlungen

Wir haben dieses Jahr auch bereits ein paar „Lieblingsseiten“ bzw. im Netz aktive Bildungsakteure gefunden. Die wollen wir euch hier empfehlen:

  • Die Bildungspunks, die in unterschiedlichen Formaten über Lehren, Lernen und das Leben schreiben, twittern oder brunchen (s. Veranstaltungen).
  • Das eBildungslabor von Nele Hirsch, hier bekommt man viele Ideen zur Nutzung von Tools im Bildungsbereich. Sie bietet neben ihrem Blog auch einen Newsletter und einen Twitteraccount an.
  • Wem sollte man noch auf Twitter folgen? @anjalorenz, @sandra_schoen oder @shofhues. Und natürlich vielen vielen Anderen, die sich gar nicht alle auflisten lassen 🙂

Wie steht es eigentlich um die MOOCs? Von Einhörnern.

MOOCs sind 2019 hoch im Kurs – folgt man den Zahlen aus 2018.

Forbes hat 2018 eine Liste von Next-Billion-Dollar-Startups zusammengestellt. Diese werden auch gerne Einhörner genannt. Coursera, ein MOOC Anbieter, gehört dazu. Die Zahl der MOOC Anmeldungen waren laut Dawhal Shah (by the Numbers) insgesamt 2018 beeindruckend hoch. Im siebten Jahr der MOOC Bewegung steigt die Nutzeranzahl auf 101 Million. Mooc movement nennt es Shah.

Coursera ist 2018 unverändert der weltweit größte Anbieter mit “3,100 active courses“. Der Umsatz von Coursera 2018 wird auf 140 Millionen US-Dollar geschätzt. Dazu setzt Coursera auf drei verschiedene Einnahmequellen. Direkt für Verbraucher, Schulungen für Unternehmen und Online-Abschlüsse. Zudem hat Coursera Geburtstag:

Seven years ago, we couldn’t have imagined where we’d be today: connecting 40 million learners around the globe with the world’s greatest thinkers, educators, and institutions.

https://blog.coursera.org/coursera-7th-year-anniversary/

Nicht nur Coursera steht hoch im Kurs. Forbes zufolge wuchs der weltweite Umsatz des Unternehmens Udacity im Jahr 2018 um 25%. Udacity erreichte die Milliarden-Bewertungsmarke bereits 2015. Und das mit einer Finanzierungsrunde von 105 Millionen US-Dollar (s. Forbes Artikel). Interessanter Fact zu Udacity: Audi-Mitarbeiter werden darüber seit Herbst 2017 für die Zukunftsfelder Autonomes Fahren, Machine Learning und Big Data geschult. Nachzulesen im Audi-Blog.

Neben Coursera und Udacity gibt es auch weitere wachsende Anbieter. Es lohnt sich auch diese in Betracht zu ziehen. Beispielsweise verfügtEdX über einen Katalog von 2.200 Kursen, und FutureLearn nähert sich der 1.000-Kursmarke.

Die größten MOOC Anbieter – Nutzerzahlen.

Folgende Zahlen sind im Original nachzulesen bei Dawhal Shah, “by the numbers”. Nach Nutzerzahlen sind die größten MOOC Anbieter:

  1. Coursera – 37 million
  2. EdX – 18 million
  3. XuetangX – 14 million (Chinesische Plattform, gegründet 2013)
  4. Udacity – 10 million
  5. FutureLearn – 8.7 million

2019 mehr MOOCs.

Der MOOC Markt lebt auch 2019 weiter auf. Er wird sogar größer und dadurch interessanter. Das bedeutet, die Angebote im noch nicht erschöpften MOOC Markt werden mehr. Ob diese qualitativ hochwertig sind, muss natürlich weiterhin immer einzeln geprüft werden. Wichtige Fragen bleiben also offen:

  • Wie wähle ich aus diesem schier unübersichtlichem Angebot, das aus, was ich benötige?
  • Wie bleibe ich am Ball? (Stichwort: Selbstlernkompetenzen)
  • Woran erkenn ich “seriöse” Angebote?
  • Wie lerne ich mit anderen?

Tipp:

Die EMOOCs-Konferenz (https://emoocs2019.eu/) findet vom 20. bis 22. Mai 2019 in Neapel, Italien, statt. In den Bereichen Research, Experience, Policy, Business und Workshops.

Quelle:

Zweites Meetup #WasMitBildung

Das zweite Meetup – Eindrücke und wie gehts eigentlich weiter?

Unser Kick-Off war bereits länger vorbei und wir hatten am 30.04.2019 unser zweites Meetup. Was kann man sagen? Nun, wir sind beeindruckt – von den vielen Ideen und Anregungen rund um das Thema Bildung. Von den Menschen, die sich mit Bildung beschäftigen. Die Teilnehmer brennen für das Thema Bildung in allen Facetten. Unser Ziel ist für dieses zweite Meetup auf jeden Fall erreicht. Wir wollten uns vernetzen mit Gleichgesinnten, die auf einen unkomplizierten und offenen Austausch Lust haben.

Was haben wir gemacht?

Der Abend ging los um 18:30h. Wir hatten uns eine Location am Ostbahnhof ausgesucht, im Werksviertel Mitte. Die Teilnehmerzahl hatten wir etwas begrenzt, war es doch das zweite Meetup. Die Einschätzung der Teilnehmendenzahl fällt trotz Anmeldeliste noch etwas schwer…mal kommen ja mehr, mal weniger zu Meetups. In diesem zweiten Meetup wollten wir einen Stammtischcharakter behalten, damit es sich einfacher “netzwerken” lässt.

Nach einer Vorstellungsrunde ging es inhaltlich los. Uns – also das Orga-Team – interessierte, welche Themen, Konzepte, Methoden & Ideen die Bildung von heute ausmacht, was die Teilnehmenden unter Lernen und Lehren verstehen und vieles mehr. Festzuhalten bleibt: Es war sehr vielfältig!

Impressionen

Die Location: Zum Riederstein im Werksviertel.

Wie geht es weiter? Nächste Veranstaltungen.

Weiter geht es im Mai. Dazu findet sich auf der Meetup Seite auch bald wieder eine Anmeldemöglichkeit zur nächsten Veranstaltung. Zu finden unter dem Meetup #WasMitBildung.

Zudem werden wir auch im Blog die Veranstaltungen festhalten. Wir freuen uns, kommt vorbei!

Good to Know: Aus der Community für die Community

Anerkennung von Aktivitäten und Kompetenzen rund um digitales Lehren und Lernen.

Braucht es die Anerkennung von Engagement zu Aktivitäten und Kompetenzen im Bereich des digitalen Lehrens und Lernens? Ja, es braucht sie! Eigentlich haben wir schon viel zu lange gewartet.

Wir haben alle bereits Vieles im Bereich des digitalen Lehrens und Lernens konzeptioniert, überlegt, durchdacht, verworfen und realisert. Vieles davon ist nicht sichtbar als formelle Bescheinigung. Beim digitalen Lehren und Lernen findet Weiterbildung oft informell statt, denn alleine das Konzipieren neuer Workshops, Seminaren oder Maßnahmen bedeutet oftmals sich zunächst weiterzubilden. Formal nachweisbar ist das meist nicht. Wie schafft man also eine Win-win-win-Situation? Mit dem HFDcert! Zu finden unter https://hfdcert.de. :

Das HFDcert bringt alle zusammen, die im Bereich digitaler Lehre aktiv sind und etwas bewegen.

https://hfdcert.de

Damit ist es möglich, alle Aktivitäten und Kompetenzen im Bereich des digitalen Lehrens und Lernens durch die Community rund um die digitale Lehre anerkennen zu lassen und in einem Online-Portfolio zu dokumentieren.

Wer ist die Zielgruppe?

Nun die Zielgruppe ist recht breit- und doch nicht. Das für wen, bzw. wer darf mitmachen wird von den Verantwortlichen unter den FAQs unserer Meinung nach gut beantwortet:

Das HFDcert ist gleichermaßen Platz für digitale Pioniere und neu Interessierte.  Lehrende, Mitarbeiter/innen von Medien- und Didaktikzentren, Studierende – alle, die sich mit digitaler Lehre auseinandersetzen und aktiv sind, können hier ihr Engagement sichtbar machen.

https://hfdcert.de/faq

Wie geht das mit dem Zertifikat?

Recht einfach: Aktivitäten einreichen, ePoints sammeln und alle Aktivitäten und Kompetenzen auf einen Blick im Online-Portfolio zusammenstellen. Es gibt sogar ein Leader Board, um einen aktuellen Eindruck zu den “Spitzenreiter/innen der Stunde” zu erhalten: Wer hat die meisten ePoints gesammelt, wer führt die HFDcert-Rangliste an?

Wir freuen uns über diese Möglichkeit und möchten ein großes Danke an alle Beteiligten der HFD Community aussprechen.

Sandra startet übrigens gleich mit in die Beta Phase und ihr Profil findet sich natürlich immer noch unter den Profilen auf HFDcert.

Was haltet ihr davon? Lasst es uns wissen und kommentiert gerne.